Brexit und die Folgen

Tages- und Weltgeschehen / Politik, die nicht in die anderen Kategorien passt.
Sentinel2150
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Beitrag von Sentinel2150 » 07.03.2016 16:17

Die EU ist doch eh momentan in den letzten Zügen.
Jeder macht was er will und Schengen geht auch gerade ein.
Besser komplett beerdigen und dann neu aufziehen, was aber auch eine stärkere Beteiligung der Bürger beinhalten sollte und um Himmels willen mehr Öffentlichkeit und nicht alles hinter verschlossenen Türen beschließen.

pathos93
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Beitrag von pathos93 » 07.03.2016 18:07

Sentinel2150 hat geschrieben:(Datum Originalbeitrag: 07.03.2016 16:17 GMT +1)

Besser komplett beerdigen und dann neu aufziehen, was aber auch eine stärkere Beteiligung der Bürger beinhalten sollte und um Himmels willen mehr Öffentlichkeit und nicht alles hinter verschlossenen Türen beschließen.
möglichst noch vor der ratifizierung von CETA und dem abschluss der verhandlungen über TTIP beerdigen.
"Diese Zeitung ist ein Organ der Niedertracht. Es ist falsch, sie zu lesen. Jemand, der zu dieser Zeitung beiträgt, ist gesellschaftlich absolut inakzeptabel." (Max Goldt über die B**d-Zeitung, 2001)

Flo71
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Beitrag von Flo71 » 07.03.2016 18:25

andi_freibeuter1910 hat geschrieben:(Datum Originalbeitrag: 07.03.2016 15:05 GMT +1)

Gerade die Abhängigkeit vom Bankensektor ist aber eine große Gefahr. Viele Unternehmen haben bereits angekündigt, bei einem Brexit Standorte in andere EU-Länder zu verlegen.
Absolut, die Abhängigkeit ist tödlich. Auch weil dieser Sektor sehr viel politische Macht hat inzwischen und auch privat mit Cameron verbandlet ist und da Kontakte hat, den Schweinefreund kennt man ja noch persönlich aus Studienzeiten, und so wird die Neoliberale Agenda in England (ich schreibe bewußt immer England) bis zum Exzess gefahren werden. Ich finde es auch daran gut erkennbar wie alle englischen Medien-sogar die liberalen- sich auf Corbyn einschießen in einem M;aße,das jede Verhältnismäßigkeit vermissen läßt, von Sachlichkeit ganz zu schweigen.
Auch hier sehe ich eben den Unterschied zu Schottland,und einen großen Grund,warum Schottland aus dem UK rauswill-da man diesen neoliberalen Weg nicht mitgehen will, ebensowenig den Anti-EU-Weg.
Die von mir werwähnte Rate an Kindersterblichkeit(die ein wichtiger Indiktator der Qualität eines Gesundheitssystems ist) ist nicht ohne Grund in Irland und Schottland besser als in England.
Das unfassbare Ergebnis der EU-Wahlen in Schottland, mit 100% SNP(!) war ein ultraklares Signal an London.

Verläßt UK die EU,verläßt Schottland das UK., Nochmal lassen die sich nicht so verarschen wie beim letzten Referendum.

Daß die EU momentan ein katastrophales Bild abgibt und moralisch komplett am Ende ist, ist ne andere Sache-die aber auch schlimm ist. Zu groß wurde sie wohl am Ende und zu sehr in den Händen von Natioanlbewußten und Technokraten und nationalbewußten Technokraten.
Wie leichtfertig hier die EU verspielt und geopfert wird ist erschreckend.

Die Urteuile der Historiker und Politologen auf die ersten 2 europäischen Jahrzehnte der 2000er Jahre wird vernichtend sein.
Und was macht Europa? Zeigt mit dem Finger lachend auf die USA und Trump...es ist alles so bitter.
Zuletzt geändert von Flo71 am 07.03.2016 18:29, insgesamt 1-mal geändert.

SM
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Beitrag von SM » 09.03.2016 22:28

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For HSV fans GoT is a comedy.

Bobbit64
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Beitrag von Bobbit64 » 10.03.2016 11:00

waldorf hat geschrieben:(Datum Originalbeitrag: 07.03.2016 13:20 GMT +1)

Schön wäre, wenn man als Nicht-Brite auch für den Brexit votieren könnte. Da man sich außen- wie wirtschaftspolitisch ohnehin den USA stärker verpflichtet fühlt, als der EU gegenüber, sollten sie konsequenterweise anstreben 51. Bundesstaat ihrer Ex-Kolonie zu werden.
Nur mal so nebenbei: Es geht (derzeit) nicht!

US-Verfassung Artikel IV, Absatz 4:
„Die Vereinigten Staaten sollen jedem Staat in diesem Bündnis eine republikanische Regierungsform garantieren.“

Da müssten die Briten ihre Themse-Lilly vom Hof jagen... ;-)
... and that government of the people, by the people, for the people, shall not perish from the earth (A. Lincoln)

waldorf
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Beitrag von waldorf » 10.03.2016 13:23

Bobbit64 hat geschrieben:(Datum Originalbeitrag: 10.03.2016 11:00 GMT +1)
waldorf hat geschrieben:(Datum Originalbeitrag: 07.03.2016 13:20 GMT +1)

Schön wäre, wenn man als Nicht-Brite auch für den Brexit votieren könnte. Da man sich außen- wie wirtschaftspolitisch ohnehin den USA stärker verpflichtet fühlt, als der EU gegenüber, sollten sie konsequenterweise anstreben 51. Bundesstaat ihrer Ex-Kolonie zu werden.
Nur mal so nebenbei: Es geht (derzeit) nicht!

US-Verfassung Artikel IV, Absatz 4:
„Die Vereinigten Staaten sollen jedem Staat in diesem Bündnis eine republikanische Regierungsform garantieren.“

Da müssten die Briten ihre Themse-Lilly vom Hof jagen... ;-)
Ach, die kriegt schon noch 'nen Job in Vegas...
Pyrolyse ist kein Verbrechen!

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Beitrag von emzpiraatin » 10.03.2016 16:31

waldorf hat geschrieben:(Datum Originalbeitrag: 10.03.2016 13:23 GMT +1)
Bobbit64 hat geschrieben:(Datum Originalbeitrag: 10.03.2016 11:00 GMT +1)
waldorf hat geschrieben:(Datum Originalbeitrag: 07.03.2016 13:20 GMT +1)Schön wäre, wenn man als Nicht-Brite auch für den Brexit votieren könnte. Da man sich außen- wie wirtschaftspolitisch ohnehin den USA stärker verpflichtet fühlt, als der EU gegenüber, sollten sie konsequenterweise anstreben 51. Bundesstaat ihrer Ex-Kolonie zu werden.
Nur mal so nebenbei: Es geht (derzeit) nicht!

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„Die Vereinigten Staaten sollen jedem Staat in diesem Bündnis eine republikanische Regierungsform garantieren.“

Da müssten die Briten ihre Themse-Lilly vom Hof jagen... ;-)
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Für dat Lisbeth findet sich vielleicht ein Job beim CIA oder der NSA...
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Bitte bei Diffamierungen etwas kreativer vorgehen und zudem vorab prüfen, ob ich mich davon überhaupt angegriffen fühlen könnte.
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bad boy
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Beitrag von bad boy » 11.03.2016 01:16

yassin hat geschrieben:(Datum Originalbeitrag: Do 10-03-2016, 16:50 GMT +1)
Bobbit64 hat geschrieben:(Datum Originalbeitrag: 10.03.2016 11:00 GMT +1)
waldorf hat geschrieben:(Datum Originalbeitrag: 07.03.2016 13:20 GMT +1)

Schön wäre, wenn man als Nicht-Brite auch für den Brexit votieren könnte. Da man sich außen- wie wirtschaftspolitisch ohnehin den USA stärker verpflichtet fühlt, als der EU gegenüber, sollten sie konsequenterweise anstreben 51. Bundesstaat ihrer Ex-Kolonie zu werden.
Nur mal so nebenbei: Es geht (derzeit) nicht!

US-Verfassung Artikel IV, Absatz 4:
„Die Vereinigten Staaten sollen jedem Staat in diesem Bündnis eine republikanische Regierungsform garantieren.“

Da müssten die Briten ihre Themse-Lilly vom Hof jagen... ;-)
Die hat doch eh Deutsche Wurzeln, wir nehmen die zurück, samt ihrem Ehemann, die können dann wieder den Namen Battenberg annehmen.
...oder zu Sachsen Coburg
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Mann, wir Schwatten müssen doch zusammenhalten! :lach:

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Beitrag von calimero » 15.03.2016 19:53

yassin hat geschrieben:(Datum Originalbeitrag: 15.03.2016 17:20 GMT +1)

(...) dann müsste allein Deutschland alles wuppen, was sie jetzt schon zum Großteil tun. (..)
Was ein Mythos .. Alles was Deutschland wuppt: Austeritätspolitik aufoktroyieren, sich auf Kosten der (auch noch kommenden?) Pleitestaaten zu sanieren, unterm Strich nen riesen Nettogewinn einzufahren.
Zuletzt geändert von calimero am 15.03.2016 20:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von calimero » 16.03.2016 08:58

yassin hat geschrieben:(Datum Originalbeitrag: 16.03.2016 08:40 GMT +1)
calimero hat geschrieben:(Datum Originalbeitrag: 15.03.2016 19:53 GMT +1)
yassin hat geschrieben:(Datum Originalbeitrag: 15.03.2016 17:20 GMT +1)

(...) dann müsste allein Deutschland alles wuppen, was sie jetzt schon zum Großteil tun. (..)
Was ein Mythos .. Alles was Deutschland wuppt: Austeritätspolitik aufoktroyieren, sich auf Kosten der (auch noch kommenden?) Pleitestaaten zu sanieren, unterm Strich nen riesen Nettogewinn einzufahren.
Deutschland ist mit ca. -15 Mrd. € der mit Abstand größte Nettozahler der EU und zahlt damit ca. soviel wie Italien, Frankreich und GB zusammen.
Das Gesamtminus aller Nettozahler beträgt ca. -28 Mrd. €.

Die Exporte Deutschlands in die EU sind seit Einführung des € im zweistelligen Prozentbereich gesunken.

Deutschland bräuchte die Eu nicht zur "Sanierung", das Gegenteil ist der Fall.

Vielleicht ist das ganze einfach ein klein wenig komplexer? Nur ein Beispiel, wie die Gewinne tatsächlich aussehen:
http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-08/g ... den-studie
Zuletzt geändert von calimero am 16.03.2016 09:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von calimero » 16.03.2016 10:51

yassin hat geschrieben:(Datum Originalbeitrag: 16.03.2016 10:36 GMT +1)
calimero hat geschrieben:(Datum Originalbeitrag: 16.03.2016 08:58 GMT +1)
yassin hat geschrieben:(Datum Originalbeitrag: 16.03.2016 08:40 GMT +1)
calimero hat geschrieben:(Datum Originalbeitrag: 15.03.2016 19:53 GMT +1)
yassin hat geschrieben:(Datum Originalbeitrag: 15.03.2016 17:20 GMT +1)

(...) dann müsste allein Deutschland alles wuppen, was sie jetzt schon zum Großteil tun. (..)
Was ein Mythos .. Alles was Deutschland wuppt: Austeritätspolitik aufoktroyieren, sich auf Kosten der (auch noch kommenden?) Pleitestaaten zu sanieren, unterm Strich nen riesen Nettogewinn einzufahren.
Deutschland ist mit ca. -15 Mrd. € der mit Abstand größte Nettozahler der EU und zahlt damit ca. soviel wie Italien, Frankreich und GB zusammen.
Das Gesamtminus aller Nettozahler beträgt ca. -28 Mrd. €.

Die Exporte Deutschlands in die EU sind seit Einführung des € im zweistelligen Prozentbereich gesunken.

Deutschland bräuchte die Eu nicht zur "Sanierung", das Gegenteil ist der Fall.

Vielleicht ist das ganze einfach ein klein wenig komplexer? Nur ein Beispiel, wie die Gewinne tatsächlich aussehen:
http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-08/g ... den-studie
Selbst die Deutsche Bundesbank hat sich gegen die Niedrigzinspolitik der EZB ausgesprochen.
Das, was da in dem einseitigen Artikel beschrieben wird ist nichts weniger als ein Zufallsnebeneffekt, der, wie der letzte Absatz ja (unvollständig) einräumt, isoliert betrachtet wurde.
So hat die eine Angelegenheit mit der anderen nur bedingt zu tun und von profitieren oder verdienen kann überhaupt keine Rede sein.

Aber darum geht es beim sog. brexit überhaupt nicht, eher darum, dass Deutschland der Hauptfinanzier der EU ist und mit GB einer der wenigen signifikanten Nettozahler entfällt.
Du schreibst, um die Bilanz deutscher Gewinne/Verluste aus der EU ginge es beim brexit im Grunde nicht - diese Argumentation hast Du aber selber hier in den Faden eingebracht.

Im letzten post behauptest Du erneut, dass Deutschland der Hauptfinanzierer der EU ist, Belege dafür führst Du nicht an. Die Gegenargumente bezeichnest Du als einseitig, Zufallsnebeneffekt, hat mit der Sache nur bedingt zu tun ...

Ich gehe weiterhin davon aus, dass noch andere Effekte zu berücksichtigen sind, als in Deiner unvollständigen, isolierten Betrachtung Platz finden.

Und Deinen Argumentationsstil finde ich nicht so toll.
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Beitrag von calimero » 16.03.2016 11:35

Es gibt einfach auch noch andere Sichtweisen ...

link
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SM
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Beitrag von SM » 20.03.2016 13:20

Was zum lachen (oder weinen)


(Meinungsumfrage re EU etc)
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Beitrag von SM » 14.06.2016 13:03

Brexit rueckt naeher.


Inzwischen fuehrt Leave in den Umfragen.
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duck112
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Beitrag von duck112 » 14.06.2016 13:34

Ich kann nicht verstehen, dass einige Menschen, wenn der Wagen in Richtung Wand fährt, die Augen schließen und Gas geben...
"Es geht nichts über eine rollende Kneipe. Bier trinken und die Welt an sich vorüberziehen lassen..."
PauliPunx (Sonderzug)

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