Feedback zur administrativen Vorgehensweise II

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darktrail
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Re: Feedback zur administrativen Vorgehensweise II

Beitrag von darktrail » 16.05.2019 12:32

Als Verfasser des von dir zitierten Hinweises halte ich es für naheliegend, wenn ich dir antworte. Auch, wenn, wie du gleich sehen wirst, mehrere Personen hier beteiligt waren. Das Ganze ist nämlich in der Tat auch aus unserer Sicht nicht optimal gelaufen, allerdings hat das Gründe.

Der simple Grund war, dass wegen privater Termine gleich drei verschiedene Personen damit befasst waren. Das machen wir ungerne. Bei einfachen Entscheidungen sollte ein einzelner Mod verantwortlich sein, bei schwierigen Entscheidungen stimmen wir intern mit dem gesamten Team ab und bei allem dazwischen holen wir Einschätzungen intern ein, handeln dann aber dennoch hauptverantwortlich einzeln. Alles andere würde zu einem ziemlichen Chaos führen, das es in diesem Fall hier in Ansätzen auch gegeben hat.

Die erste Entscheidung war von einem anderen Mod, das Posting nicht zu löschen, sondern in der Diskussion zu zeigen, warum das so daneben ist. Das ist aus meiner Sicht grundsätzlich ein legitimer und guter Weg der Moderation. Es ist ein geringer Eingriff in die Diskussion, kann zu einem schnellen Erfolg führen und wir müssen nicht diejenige Autorität anwenden, die uns die Software verleiht. Dieser Weg birgt natürlich auch gewisse Risiken, aber als erster Schritt ist das aus meiner Sicht jenseits etwa rassistischer Äußerungen oÄ wirklich allem anderen vorzuziehen.

Danach habe ich dann übernommen, weil der andere Mod einen Termin hatte. Diese Entscheidung, die schon einen status quo geschaffen hatte, habe ich sodann fortgeführt - da dies ansonsten zu dem Zeitpunkt schon ein sehr (meiner Ansicht nach zu) tiefgreifender Eingriff in die Diskussion gewesen wäre, die sich eben zwischenzeitlich um dieses Posting entsponnen hatte, und da wir an sich nur in Extremfällen oder nach Absprache Entscheidungen anderer Mods revidieren. Die Entscheidung, das Posting der Diskussion zu überlassen, war kein solcher Extremfall, und eine Absprache konnte zu diesem Zeitpunkt nicht stattfinden (die Einschätzung als "inakzeptabel" in puncto Befürwortung der Todesstrafe hatten wir schon mal in ähnlicher Lage, wir fassen nicht unsere moralischen Grundüberzeugungen jedes Mal neu und kennen uns außerdem alle ein bisschen). Mir blieb also nach meiner Einschätzung nur die Option, moderativ darauf hinzuweisen, dass wir uns mit dem Thema befassen und das in diesem Thread nicht zur Hauptsache werden soll.

Die nächste Eskalationsstufe wurde dann ungefähr 90 Sekunden, bevor ich selbst wegmusste, erreicht, weswegen ich die Angelegenheit intern weitergegeben habe. Hierdurch war dann letztlich die etwas konfuse Grundsituation erreicht.

Ich gebe gerne zu, als besonders glücklich haben wir das wohl alle im einzelnen nicht empfunden. Es war aber auch einfach eine reichlich unglückliche Situation, wenn man gleichzeitig Entscheidungen als Team treffen und aber auch zeigen will, dass es hier bestimmte Regeln gibt - und gleichzeitig den Thread beim Thema halten, anstatt zur Diskussion über einen User umwandeln will. Ich ziehe mir als inzwischen wirklich langjähriger Mod zwar gerne den Schuh an, die Entscheidung von weniger langjährigen Mods aufgrund meiner Erfahrung in manchen Situationen zugunsten der Klarheit vielleicht besser manchmal umzuwerfen, vielleicht sogar umwerfen zu müssen. Aber es ist unsere und meine Erfahrung, dass das oft auch keine gute Idee ist, dass das intern wie extern Schaden anrichten kann, der noch schwerer zu beheben ist als eine im Einzelfall unklare Situation. Das Chaos in diesem Verlauf nehme ich daher absolut auf meine Kappe, mir ist im fraglichen Zeitpunkt schlichtweg keine bessere Alternative eingefallen.

Betonen möchte ich übrigens noch, dass wir wegen eines einzelnen Regelverstoßes meines Wissens noch nie einen langjährigen User gelöscht haben und das zu keinem Zeitpunkt zur Debatte stand. Das sollte man wohl ergänzen, um der Legendenbildung entgegenzuwirken, die dort bereits begonnen hat. Es gibt im Grundsatz für uns die Möglichkeit eines Hinweises per PM, einer Verwarnung per PM, einer "Zeitstrafe" von einer oder mehreren Wochen und einer Sperrung. So eindimensional denken wir nun wirklich nicht, was das angeht. Schließlich habe ich am Anfang dieses Postings ja auch noch mal betont, dass wir alle keine Fans schwerwiegender Eingriffe sind (ich meine damit jetzt nicht die Todesstrafe, sondern moderative Eingriffe).
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Re: Feedback zur administrativen Vorgehensweise II

Beitrag von jepn » 16.05.2019 14:33

Ich beurteile eure Vorgehensweise auch als unglücklich, weil ich glaube, dass vielleicht eine Pm an den user, eine Änderung der aussage möglich gemacht hätte. Wohlwollend hätte seine aussage auch dahin gehend interpretiert werden können, dass einem bei solch gruseligen Taten, wie im Prozess beschrieben, Gewaltfantasien kommen können. Die Reaktion des users auf meinen post zeigte mir aber, dass er es anscheinend doch ernst gemeint hat und das hat mich dann doch sehr irritiert. Insofern hat der Moderatorenvorgang einfach zu lange gedauert. Aber das schreibst du ja selbst inkl der gründe dafür.
Aber insgesamt danke für info.

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Re: Feedback zur administrativen Vorgehensweise II

Beitrag von andi_freibeuter1910 » 16.05.2019 15:09

Ja, das ist sicher nicht ganz glücklich gelaufen. Daran bin ich nicht gänzlich unschuldig, milde ausgedrückt.

Das liegt teilweise an unterschiedlichen Auffassungen, was das Löschen betrifft. Und das wird nebenbei auch in der Userschaft hier extrem unterschiedlich bewertet. Wie ich bei vielfältigen Gesprächen erfahren habe. Die einen wollen, dass solche Postings sofort gelöscht werden. Eine Forderung nach der Todesstrafe hat hier nichts zu suchen, eine nachvollziehbare Meinung.

Die anderen sehen das eher pädagogisch, im Vertrauen darauf, dass hier bei einer solchen Forderung zig User sofort zurückfeuern. Was auch geschehen ist. Ich tendiere persönlich eher zu einer transparenten Vorgehensweise. Lieber Sachen ausdiskutieren - bis zu einem gewissen Maß natürlich - als Gedankengänge unter den Teppich zu kehren. Von den mitdiskutierenden Usern abgesehen lesen hier auch Dutzende andere User und zahlreiche Unregistrierte mit: Es bringt durchaus was, wenn sie sehen, wie andere Foristen zum Beispiel die Forderung nach einer Todesstrafe inhaltlich auseinandernehmen.

Hätten wir das sofort gelöscht, würde niemand Notiz von dieser problematischen Forderung nehmen.

Deswegen empfinde ich die Nicht-Löschung auch gar nicht so dramatisch: Jede Person, die den Thread anklickt, sieht sofort, dass das hier nicht auf Gegenliebe stößt.

metallipar
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Re: Feedback zur administrativen Vorgehensweise II

Beitrag von metallipar » 16.05.2019 15:13

Ich wollte mich nun auch nochmal dazu äussern und die Sache aus meiner Sicht darstellen.

Ich glaube, in meinen 45 Lebensjahren habe ich von keiner unmenschlicheren Tat gehört als diese.
Also wer sich das nicht durchgelesen hat, sollte hier wohl besser nicht urteilen.

Und, ja, ich hätte kein Problem damit, wenn diese Kreaturen in dieser Sekunde vom
Blitz getroffen würden.

Ich schrub dann "Da wäre ich ja mal voll für die Todesstrafe".
Was doch eigentlich so klingt wie "in diesem Falle", also normalerweise gar nicht.

Anders wäre es gewesen, hätte ich geschrieben "für solche Fälle wäre die Todesstrafe in Ordnung".
Und selbst das wäre noch anders als "Ich bin für die Todesstrafe".

Und genau das wurde mir dann mehr oder weniger angedichtet und erschien somit auch wichtiger, als die Tat selbst.
Als dann noch die erste "offizielle" Meinung der Forumsleitung das quasi bestätigte, fühlte ich mich hier fehl am Platze.
Magischer FC :love:

maksss

Re: Feedback zur administrativen Vorgehensweise II

Beitrag von maksss » 16.05.2019 15:28

metallipar hat geschrieben:
16.05.2019 15:13
(...)
Ich schrub dann "Da wäre ich ja mal voll für die Todesstrafe".
Was doch eigentlich so klingt wie "in diesem Falle", also normalerweise gar nicht.
(...)
Ja, das klingt so. Aber ich verstehe nicht, in wie fern das großartig besser ist. Todeasstrafe = no go. Egal worum es geht.
metallipar hat geschrieben:
16.05.2019 15:13
(...)
Anders wäre es gewesen, hätte ich geschrieben "für solche Fälle wäre die Todesstrafe in Ordnung".
(...)
Ich sehe ehrlich gesagt keinen Unterschied in den beides Aussagen.

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Re: Feedback zur administrativen Vorgehensweise II

Beitrag von andi_freibeuter1910 » 16.05.2019 15:43

@ metallipar: Ich finde diese Rachegedanken aber dennoch den falschen Weg, auch wenn ich deswegen nun echt niemanden verurteilen will. Ich habe ja manches mit den Kurdinnen und Kurden zu tun: Was deren Leute in Syrien unter dem IS erleben mussten, ist unfassbar. Von den Jesidinnen und Jesiden ganz abgesehen. Aus der Richtung kommen durchaus auch einige Forderungen nach Todesstrafe, die soll der Blitz treffen etc. Tausendfach auf Facebook und Co. nachzulesen.

Ich halte das für falsch, aber irgendwie auch für menschlich verständlich. Mein liberaler Verstand und meine liberale Einstellung zeigen mir, dass Rache nichts bringt und absolut der falsche Weg ist. Ich kann mich aber nicht davon freisprechen, Rachegedanken zu fühlen. Momentan gibt es ein Prozess gegen eine IS-Anhängerin, die ein jesidisches Kind zusammen mit ihrem Mann i Irak verdursten hat lassen. Angebunden vor dem Haus. Ich hoffe, sie wird nach Recht und Gesetz verurteilt. Ich will aber nicht verschweigen, dass ich den beiden gerne aufs Maul hauen würde.

Irgendwie muss man diese Rachegedanken in einem liberalen Rechtsstaat aber einhegen. Ein liberaler Rechtsstaat, der für alle die bestmögliche Variante ist.

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Re: Feedback zur administrativen Vorgehensweise II

Beitrag von Babo » 16.05.2019 15:46

Ich habe in diesem Forum übrigens auch schon die Todesstrafe gefordert. Die Todesstrafe für Kriegsverbrecher, das habe ich damals getan und das tue ich heute auch noch. Die älteren werden sich erinnern, wir hatten auch schon entsprechende Threads zu dem Thema. Gelöscht wurde nichts und es wurde rege diskutiert und es gab keinesfalls nur ablehnende Stimmen zum Thema Todesstrafe. Ich kann mich auch noch daran erinnern, als Herr Haider in Österreich tödlich verunglückte, hui, da war die Freude hier im Forum aber nicht zu knapp. Auch moralisch nicht ganz astrein, oder? Aus meiner sicht aber auch absulut berechtigt und verständlich, Menschenfeinde sollten nicht zu viel Mitleid erhalten.
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Re: Feedback zur administrativen Vorgehensweise II

Beitrag von andi_freibeuter1910 » 16.05.2019 15:48

Aber es kann doch echt nicht sein, dass wir hier nun anfangen, die Todesstrafe zu fordern.

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Re: Feedback zur administrativen Vorgehensweise II

Beitrag von pathos93 » 16.05.2019 15:51

Babo hat geschrieben:
16.05.2019 15:46
Ich kann mich auch noch daran erinnern, als Herr Haider in Österreich tödlich verunglückte, hui, da war die Freude hier im Forum aber nicht zu knapp.
es macht schon einen unterschied, ob jemand durch einen selbstverschuldeten unfall ums leben kommt oder durch staatliche barbarei.
...

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Re: Feedback zur administrativen Vorgehensweise II

Beitrag von Flecktier » 16.05.2019 15:56

andi_freibeuter1910 hat geschrieben:
16.05.2019 15:48
Aber es kann doch echt nicht sein, dass wir hier nun anfangen, die Todesstrafe zu fordern.
Wir fordern die doch auch nicht. Ich finde die Todesstrafe immer inakzeptabel. Ich verschließe mich auch der Diskussion um Ausnahmen ziemlich konsequent. Ich kann keine Gründe für die Einführung erkennen.

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Re: Feedback zur administrativen Vorgehensweise II

Beitrag von Pavel11 » 16.05.2019 16:57

metallipar hat geschrieben:
16.05.2019 15:13

Ich glaube, in meinen 45 Lebensjahren habe ich von keiner unmenschlicheren Tat gehört als diese.
Dann hast Du in 45 Lebensjahren von sehr, sehr vielen unmenschlichen Taten schlichtweg nichts gehört. Und dass Du "unmenschlich" steigern möchtest, ist das Dein Ernst? Unmenschlich, unmenschlicher, am unmenschlichsten?
Den richtigen Dingen muss man ihre Richtigkeit auch ansehen

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Re: Feedback zur administrativen Vorgehensweise II

Beitrag von Pavel11 » 16.05.2019 17:07

andi_freibeuter1910 hat geschrieben:
16.05.2019 15:09

Hätten wir das sofort gelöscht, würde niemand Notiz von dieser problematischen Forderung nehmen.
Richtig. Und so kann jeder sehen, dass man im St. Pauli-Forum das Für und Wider der Todesstrafe abwägen kann. So wie im öffentlich-rechtlichen Rundfunk diskutiert wird, ob es besser ist, Leute ertrinken zu lassen oder nicht. Da lernen alle was. Denn was man diskutiert, das kann man auch machen

Morgen diskutieren wir dann die korrekten Formen einer Hinrichtung und wie lange sie dauern soll.
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Re: Feedback zur administrativen Vorgehensweise II

Beitrag von darktrail » 16.05.2019 17:17

Ja, Herrgott, das ist scheiße gelaufen.
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andi_freibeuter1910
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Re: Feedback zur administrativen Vorgehensweise II

Beitrag von andi_freibeuter1910 » 16.05.2019 17:22

Ja, Pavel, das ist ein schmaler Grat, keine Frage.

Ich finde aber: Wenn hier User zigfach öffentlich widersprechen, ist das deutlich wertvoller, als Sachen einfach zu löschen. Es gibt aber fraglos auch gute Gründe für das Löschen.

Das ist der Kern der Meinungsverschiedenheiten, wie man damit umgeht. Es ist derweil vollkommen klar, dass wir uns bei den Grundwerten im Mod-Team absolut einig sind.

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Re: Feedback zur administrativen Vorgehensweise II

Beitrag von Babo » 16.05.2019 18:08

Flecktier hat geschrieben:
16.05.2019 15:56
andi_freibeuter1910 hat geschrieben:
16.05.2019 15:48
Aber es kann doch echt nicht sein, dass wir hier nun anfangen, die Todesstrafe zu fordern.
Wir fordern die doch auch nicht. Ich finde die Todesstrafe immer inakzeptabel. Ich verschließe mich auch der Diskussion um Ausnahmen ziemlich konsequent. Ich kann keine Gründe für die Einführung erkennen.
Das ist dein gutes recht und ich habe auch mal anders gedacht, bis ich mich plötzlich in einem Krieg wiedergefunden habe und mit ansehen musste, wie z. B. Freunden von Scharfschützen in den Kopf geschossen wurde. Ich versichere dir, solche Erlebnisse machen etwas mit einem Menschen und sie verändern die Denkweise, sie verändern die Gefühlswelt. So war es bei mir und so war es bei ALLEN meinen Freunden und Bekannten, die den Krieg auch live miterlebt haben und nicht gemütlich von der Couch aus in der 20 Uhr Tagesschau. Ich sage deshalb heute ganz klar, für mich sind Menschen, die bei bestimmten Verbrechen die Todesstrafe fordern, keine Persona non grata.
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„Enttäuscht vom Affen, schuf Gott den Menschen. Danach verzichtete er auf weitere Experimente.“ Mark Twain

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