Anti-DSF-Proteste und ihre Folgen

Alles zu großen Fanprotestaktionen und -initiativen
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fcstpauli-Sven
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Anti-DSF-Proteste und ihre Folgen

Beitrag von fcstpauli-Sven » 14.03.2008 10:55

Moin zusammen, wir haben ein Problem. Nicht, dass dies was elementar Neues wäre, aber nun wirds heikel und somit Zeit, nach Lösungen zu suchen.

Wir, das sind in diesem Falle der Verein als Ganzes und schlussendlich auch die Fans. Worum geht es? Alle haben am Montag die zahlreichen Anti-DSF Transparente/Doppelhalter gesehen sowie die dazu gehörende verbale Begleitung gehört. Dass dies beim ausführenden Sender nicht auf all zu viel Begeisterung stößt, dürfte klar sein und so glühten die letzten 3 Tage die Drähte und es wurden etliche Gespräche auf unterschiedlichen Ebenen geführt.

Dass dem Ganzen die Zerstückelung der Spieltage und Spielansetzungen zu Grunde liegen, die vielen Fans Probleme bereiten, ist klar und muss nicht weiter ausgeführt werden. Worüber aber gesprochen werden muss: Ist der Sender der richtige Adressat (oder sind es nicht vielmehr DFL und Vereine, die den entsprechenden Verträgen seinerzeit zugestimmt haben müssen?)? Sind Banner mit der schlcihten Aufschrift "Scheiss DSF" das passende Niveau, um seinem Ärger Luft zu machen? Aber vor allem: Wie wollen und können wir mit den Folgen umgehen?

Um mal einen westfälischen Kabarettisten zu zietieren: "Ich weiß nicht, ob Sie es schon wussten", aber der FC St.Pauli verliert pro nicht gezeigtem Live-Spiel ca. 100.000,- Euro. Dies sind keine Fernsehgelder (die werden prozentual übers Jahr ausgeschüttet), sondern Gelder, die von unseren eigenen Sponsoren entsprechend der mit Ihnen ausgehandelten Vereinbarungen fließen. Das bedeutet, wenn die Finanzplaner im Club bspw. von 5-6 Montagsspielen pro Saison in der Etatplanung ausgehen (was m.E. nicht zu leichtsinnig kalkuliert wäre), wir aber nur 1 oder gar 0 bekommen, verlieren wir locker über eine halbe Million Euros. Das ist natürlich für unsere Verhätnisse gutes Geld, was schlussendlich im Stadionausbau oder in der Verstärkung des Kaders gut aufgehoben wäre.


Auch hier im Forum wird oft über andere Formen der Vermarktung diskutiert:
- Namensverkauf des Stadions: durch die JHV abgelehnt
- elektron. Anzeigetafel: Da wird jetzt schon aufgezählt, was man alles NICHT sehen will (sind logischer weise alles die sachen, die Geld einbringen)
- viele weitere Formen von Werbung und Marketing, die bei uns nicht erwünscht sind...
- Taler lass ich mal bewusst außen vor ;-)

Jedes einzelne Thema ist für sich genommen wert, diskutiert zu werden und wenn man das ablehnt, ist das auch legitim. Nur m+ssen wir uns alle so langsam fragen, wohin am Ende die Reise geht. Ich will hierbewusst nicht das oft gebrauchte Totschlagargument "Dann spielen wir eben in der 5. Liga vor 2000 Fans" anbringen, aber wir müssen jetzt langsam aber sicher einen Diskurs beginnen, wo sich der FC mittel- und langfristig in der sportlichen und vermarktungstechnischen Landschaft sieht bzw. sehen will. Wenn wir weiter in der 2. oder gar 1. Liga mitspielen wollen, müssen wir uns wohl oder über mit etlichen Gesetzmäßigkeiten des Marktes arrangieren.

Doch wo sind die Grenzen? Welche Schwächung des Etats (sportlich und Gesamtverein) wollen wir in Kauf nehmen, um vermeintliche oder tatsächliche Ideale des "unmodernen" Fußballs hochzuhalten? Das geht eigentlich sogar hin bis zur Frage: Wer sind die Fans, die diese Richtung vorgeben oder meinen, vorgeben zu können? Gilt das Recht des Stärkeren bzw. Lautstärksten? Oder Mehrheiten? In welcher finanziellen Relation stehen eigentlich die hohen Zuschauerzahlen (unterstellt, die sind so hoch, weil wir so sfchön old school sind) zu den einnahmen, die uns entgehen, weil wir uns anderen Quellen verweigern?

Wir alle Verein wollen diesen Diskurs jetzt mit den Fans beginnen und zwar auf unterschiedlichen Ebenen. Zunächst werden wir einige Vertreter von Fanorganisationen etc. zu einem Gespräch bitten, an dem auch das DSF teilnehmen wird. Später könnte es eine größere Diskussionsveranstaltung geben. Und noch etwas später vielleicht mal ein ganzes Wochenende, an dem sich ernsthaft mit den o.g. Themen auseinandergesetzt wird, um (vielleicht) mal Lösungen zu finden, die verhindern, dass rund um den FC alle paar Wochen die nächste vermarktungspolitische Sau durchs Dorf getrieben wird. Ich bin überzeugt davon, dass wir alle zusammen fähig sind, einen solchen Diskurs mit der nötigen Disziplin zu führen sowie mit dem Willen, die unterschiedlichen Strömungen im Verein zu einigen statt zu trennen. Eigentlich sind wir uns doch alle einig, dass der FC mit dem begonnenen Stadionumbau auf einem guten Weg ist. Lasst uns also zusehen, dass wir uns dabei nicht selbst im Weg stehen.
Gruß
Sven

Bengel
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Beitrag von Bengel » 14.03.2008 11:13

Soll das jetzt hier ernsthaft diskutiert werden? Das führt doch zu nix. Lieber zumachen und als Ankündigung anpinnen.
[center]Selber denken ist mir viel zu primitiv! :schlaumeier:[/center]

Cromwell
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Beitrag von Cromwell » 14.03.2008 11:19

Sehr schöner Beitrag und eine schöne Idee, den Dialog zwischen Fans und Verein wieder aufzunehmen - wie du schon ganz richtig erwähntest, werden wir Fans alle paar Wochen mit einer nicht richtig durchdachten Marktingidee überrascht, die dann mit Protestaktionen abgewendet werden muss. Auf dem von dir erwähnten Weg kann man vielleicht vorher miteinander reden.

Eine Sache gefällt mir an deinem Beitrag nicht: ich höre daraus den Vorwurf heraus (korrigiere mich, wenn ich falsch liege), die Fanszene verhindere mit ihren Aktionen, dass Geld in die Kasse komme. Nun finde ich persönlich alle bisherigen Proteste völlig legitim und frage mich eher, warum man sich im Verein darüber wundert. Auch die "Scheiß-DSF"-Banner sind m.E. gerechtfertigt.

Cromwell
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Beitrag von Cromwell » 14.03.2008 11:20

Und, wenn ich das fragen darf: was ist denn deine persönliche Meinung zum DSF? Oder zum Stadionnamen? Oder zu den Millerntalern?

Justus Pauli
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Beitrag von Justus Pauli » 14.03.2008 11:22

Lieber Sven,

ich sehe es bildlich vor mir. Da sitzen die Vereinsoberen und schütteln mit dem Gesicht in den Händen den Kopf und denken: "Mit diesen Fans ist kein Staat zu machen"... und verzeih mir diese egoistische Fansicht: Ich find`s großartig ! :D

Bedenkt man allerdings dass an dieser ganzen Sache St.Pauli auch Arbeitsplätze hängen, dann mag man gerne darüber nachdenken ob die Haltung vieler Fans der richtige Weg ist.

Ich bin vielleicht nicht relevant für die Fanszene, erlaube mir aber meine eigene Meinung. In diesem Fall, wäre ich einfach dankbar wenn sich ein paar Leute überlegen würden warum wir das sind was wir sind. Und warum wir eine öffentliche Wahrnehmung jenseits der von Greuther Fürth und Paderborn haben.

Natürlich kann man den Fans den Vorwurf machen mit Ihrer Scheiß DSF Aktion dem Verein zu schaden. Aber ist das "Welch Brot ich ess, des Lied ich sing" jetzt der neue St.Pauli Weg?

Ich bin der ziemlich festen Überzeugung, dass ein "Wir müssen es so machen wie die anderen, und wir machen es auch so" den Verein mittelfristig ruiniert. Weil sich dann nämlich kaum noch eine Sau für ihn interessiert.
:D

Mathes
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Beitrag von Mathes » 14.03.2008 11:22

Ich zitiere mich mal selbst:
Mathes hat geschrieben:(Datum Originalbeitrag: 29.02.2008 14:54 GMT +1)

Wenn wer gegen Montagsspiele demonstrieren will, tue sie/er das am besten dort, wo man sich ständig darum bewirbt, am Montagabend spielen zu dürfen.

Die Adressen der Geschäftsstellen der 2. Ligisten suche ich jetzt aber nicht raus. Wo der FC St. Pauli gerade hockt dürfte ja bekannt sein.
Mathes hat geschrieben:(Datum Originalbeitrag: 05.03.2008 14:25 GMT +1)

Weder DFB noch DFL sind für die Montagsspiele verantwortlich! Die DFL ist dafür verantwortlich, WER am Montag spielt. Dass gespielt wird und dieses Spiel live im Free-TV läuft, ist Wunsch des Rechteerwerbers - in diesem Fall des DSF.

Zugestimmt hat dem Ganzen der Ligaverband - also die Vereine! Wenn ihr jemanden für ein Montagabend-Spiel verantwortlich machen wollt, dann macht die verantwortlich, die es sind: Die Vereine und Kapitalgesellschaften der 1. und der 2. Liga! Diese entscheiden darüber, welches Fernsehangebot genommen wird. Und das derzeitige beinhaltet nunmal das Montagabend-Spiel der 2. Liga - so wie es die Vereine wollten!

edit ergänzt: Die Vereine wollen am Montag spielen, da die Medien- und damit die Sponosrenpräsenz höher ist!

Cromwell
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Re: Anti-DSF-Proteste und ihre Folgen

Beitrag von Cromwell » 14.03.2008 11:23

fcstpauli-Sven hat geschrieben:(Datum Originalbeitrag: 14.03.2008 10:55 GMT +1)
Doch wo sind die Grenzen? Welche Schwächung des Etats (sportlich und Gesamtverein) wollen wir in Kauf nehmen, um vermeintliche oder tatsächliche Ideale des "unmodernen" Fußballs hochzuhalten?
Um noch mal konkret auf eine Frage einzugehen: für mich gilt ganz klar - ich nehme eine beträchtliche Schwächung in Kauf, um die "Seele" des Vereins nicht zu verkaufen. Im Moment zeigt die Fanszene, dass man auch Widerstand leisten kann gegen die aktuelle Entwicklung im Fußball.
Zuletzt geändert von Cromwell am 14.03.2008 11:24, insgesamt 1-mal geändert.

the one and oly
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Beitrag von the one and oly » 14.03.2008 11:26

Ein guter und ausgewogener Beitrag von Sven.

Ich sehe durchaus die Problematik und mir ist klar, dass ein Großteil der Fanszene aus nachvollziehbaren Gründen Montagsspiele ausschließt und dafür - weniger nachvollziehbar - DSF an den Pranger stellt.

Ich persönlich habe mit Montagsspielen keine Probleme, weil ich dabei erstens auch einfach den finanziellen Aspekt sehe, Flutlicht-Spiele genieße und denke, dass eine Übertragung vielen Menschen die Möglichkeit gibt, ein Spiel zu sehen, dass sie sonst (z.B. aus räumlichen Gründen) nicht gesehen hätten.

Ich bin gespannt, was die Diskussion mit den Fangruppen ergibt.

snief
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Re: Anti-DSF-Proteste und ihre Folgen

Beitrag von snief » 14.03.2008 11:27

fcstpauli-Sven hat geschrieben:(Datum Originalbeitrag: 14.03.2008 10:55 GMT +1)

Worüber aber gesprochen werden muss: Ist der Sender der richtige Adressat (oder sind es nicht vielmehr DFL und Vereine, die den entsprechenden Verträgen seinerzeit zugestimmt haben müssen?)? Sind Banner mit der schlcihten Aufschrift "Scheiss DSF" das passende Niveau, um seinem Ärger Luft zu machen?
Ja, der Sender ist <i>ein</i> richtiger Adressat. Der Sender (oder Sendergruppe o.ä.) ist schließlich von niemandem gezwungen worden, sich die Übertragungsrechte zu sichern. Letztlich sind es auch die Sender, die aufgrund deren Interessenlage Geld für solche Rechte ausgehen, dann aber ihre Interessenlage auch umgesetzt wissen wollen. Und da kommen dann eben die Zerstückelungen ins Spiel.

Und das "Niveau" - naja, okay, kann man drüber streiten. Aber du weißt doch selbst, dass solche Spruchbänder nicht unbedingt geeignet sind, Inhalte in Aufsatzform zu transportieren...;-)

Natürlich ist das nur die eine Seite, die andere sind die Vereine und Verbände, die das mitmachen und ihre Prioritäten eher contra Stadionzuschauer/Fan und pro Fernsehzuschauer und Einnahmen aus TV-Verträgen setzen.
Um mal einen westfälischen Kabarettisten zu zietieren: "Ich weiß nicht, ob Sie es schon wussten", aber der FC St.Pauli verliert pro nicht gezeigtem Live-Spiel ca. 100.000,- Euro.
Sorry Sven, aber ich kann diese Abwältzung a la "wenn ihr das nicht mitmacht, verlieren wir Geld" nicht mehr hören. Egal was ansteht, egal welcher Mist gerade geplant wird - wenn Fans plötzlich sagen, "nicht mehr mit uns" kommt immer diese "Keule".

Letztlich sind es die Vereine, die über ihre Verbände Prioritäten setzen - nämlich pro mehr Fernsehübertragungen, contra eigene Fans. Die Konsequenzen für diese Fans müssen nämlich selbst den blauäugigsten Vereinsfunktionären bekannt sein.

Und dann muss auch mit Protesten gerechnet werden - noch sind wir hier nicht soweit, dass wirklich alle alles mitmachen. Und das ist auch bekannt.
aber wir müssen jetzt langsam aber sicher einen Diskurs beginnen, wo sich der FC mittel- und langfristig in der sportlichen und vermarktungstechnischen Landschaft sieht bzw. sehen will.
Richtig, da bin ich voll bei dir. Diese Diskussion ist überfällig und muss sachlich und unter Beleuchtung aller Seiten geführt werden. Ansätze dafür sind vorhanden und sollten unbedingt ausgebaut werden. Wir brauchen Positionen, die zu entwickeln sind.

Und wir brauchen die Diskussion zwischen allen Seiten darüber!
Leider war sowas in der Vergangenheit oft ein Knackpunkt...:/
Wenn wir weiter in der 2. oder gar 1. Liga mitspielen wollen, müssen wir uns wohl oder über mit etlichen Gesetzmäßigkeiten des Marktes arrangieren.
Und dann müssen natürlich auch Konsequenzen daraus resultieren. Dazu kann eben auch gehören, dass man nicht den Kopf in den Sand steckt und "sich mit den Gesetzmaßigkeiten nur arrangiert", sondern auch dafür kämpft, dass bestimmte Entwicklungen eben nicht zu Gesetzmäßigkeiten werden.

Das gilt dann auch für die Vereine - siehe die Reaktionen auf den Auftrag der JHV letztes Jahr...
Frei nach dem Motto "wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren". Irgendjemand muss häufig einfach mal anfangen...

Übrigens - wenn das DSF durchaus diskussionsbereit ist, dann finde ich das nicht "brisant", sondern absolut positiv. Dann scheinen ja diese Proteste durchaus etwas zu bringen. ;-)
Zuletzt geändert von snief am 14.03.2008 11:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Alnafur
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Beitrag von Alnafur » 14.03.2008 11:28

Ja schöner Beitrag. Ich denke auch das Niveau der Spruchbänder ließ zu wünschen übrig. Und sicher stimmt es auch, dass die DFL letztenendes selber die Verantwortung trägt, dass mittlerweile der Fan vor dem Fernseher wichtiger ist, als der im Stadion. Eine Lösung stellt immer eine Gratwanderung dar. Richtig ist dass wir ein etwas anderer Verein sind mit etwas anderem Publikum. Aber auch das macht es aus, dass viele Menschen in ganz Deutschland uns eher wahrnehmen als andere Vereine.

Wo fangen wir uns den wirtschaftlichen Gegebenheiten anpassen, um unseren Verein auch in oberen Spielklassen spielen zu sehen und wo fängt es an, dass wir überlegen ob wir uns noch beim Verein wiederfinden können und nicht den Eindruck haben Fan von einem großen Wirtschaftsunternehmen zu sein?

Ich denke die Kritik an den Montagsspielen ist schon richtig. Auch ich fahre gerne zu Auswärtspielen und das ist eben am Wochenende am besten möglich. Aber die Form die hier gewählt wurde halte ich auch für plump und falsch. Da gäbe es sicher bessere Möglichkeiten. Ich habe ja auch keine Rauchbombe geworfen, nur weil ich wegen der neuen Lautsprecher nichts mehr sehen konnte im Spiel gegen 1860 :D

Justus Pauli
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Beitrag von Justus Pauli » 14.03.2008 11:29

Vielleicht sollte man auch berücksichtigen, dass es Leute gibt die mit Montagsspielen kein Problem haben, aber den Sender DSF trotzdem Scheiße finden.

Gruppo BETTINA, zieh dir Bitte den Hotelgutschein :lach:
Zuletzt geändert von Justus Pauli am 14.03.2008 11:29, insgesamt 1-mal geändert.
:D

Kaibodensee

Beitrag von Kaibodensee » 14.03.2008 11:33

Cromwell hat geschrieben:(Datum Originalbeitrag: 14.03.2008 11:19 GMT +1)

Eine Sache gefällt mir an deinem Beitrag nicht: ich höre daraus den Vorwurf heraus (korrigiere mich, wenn ich falsch liege), die Fanszene verhindere mit ihren Aktionen, dass Geld in die Kasse komme. Nun finde ich persönlich alle bisherigen Proteste völlig legitim und frage mich eher, warum man sich im Verein darüber wundert. Auch die "Scheiß-DSF"-Banner sind m.E. gerechtfertigt.
Vielen Dank Sven für den Beitrag. Allerdings muss ich da Cromwell beipflichten: es war auch am Millerntor nicht das erste Mal, dass man sich über die Montags Spiele und die Zerstückelung des Spieltages "beschwert hat". Damals sicher nicht so direkt und auffällig - aber wie man sieht muss man scheinbar sehr direkt sein um seine Meinung kund zu tun. Von daher sehe ich es ein wenig unfair, jetzt, nach (korrigiert mich bitte ) 6 Jahren "DSF Montags Match" mit solchen finanziellen Ausfällen intern "Druck" zu erzeugen.
Zumal der Kunde Fan ja nun nicht auch noch für die vertraglichen Inhalte der Marketing Abteilung verantwortlich gemacht werden können oder ? Auch wenn wir nocch ein "Verein" sind...
Es gibt ja auch keinen Rabatt für die Fans wenn auf Grund der "Stimmung" der Club mehr Sponsorenverträge abschliesst und damit mehr Kohle in die Kasse fliesst...oder bekomm nur ich keinen Rabatt ?
Meiner Meinung nach hätte ein Protest agains DFB, DFL oder anderen Institutionen sicher nicht diesen "Stein ins Rollen" gebracht. Anders gesagt: den Letzten beisst die Südkurve
Zuletzt geändert von Kaibodensee am 14.03.2008 11:37, insgesamt 1-mal geändert.

Elvis Andrews
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Beitrag von Elvis Andrews » 14.03.2008 11:35

Jetzt - nachdem man z.B. mit Ideen wie dem Millerntaler gescheitert ist, der einfach mal so "schwuppeldiwupp" eingeführt werden sollte - und das DSF (*mit Kohle wink*) Druck macht(?), soll also mal wieder die Zusammenarbeit mit den Fans gesucht werden?

Ansich wäre das ja ne gute Sache - keine Frage. Allein mir fehlt der Glaube.
Zuletzt geändert von Elvis Andrews am 14.03.2008 11:35, insgesamt 1-mal geändert.
:(

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Beitrag von Stedtler » 14.03.2008 11:44

Justus Pauli hat geschrieben:(Datum Originalbeitrag: 14.03.2008 11:22 GMT +1)

Lieber Sven,

ich sehe es bildlich vor mir. Da sitzen die Vereinsoberen und schütteln mit dem Gesicht in den Händen den Kopf und denken: "Mit diesen Fans ist kein Staat zu machen"... und verzeih mir diese egoistische Fansicht: Ich find`s großartig ! :D

Bedenkt man allerdings dass an dieser ganzen Sache St.Pauli auch Arbeitsplätze hängen, dann mag man gerne darüber nachdenken ob die Haltung vieler Fans der richtige Weg ist.

Ich bin vielleicht nicht relevant für die Fanszene, erlaube mir aber meine eigene Meinung. In diesem Fall, wäre ich einfach dankbar wenn sich ein paar Leute überlegen würden warum wir das sind was wir sind. Und warum wir eine öffentliche Wahrnehmung jenseits der von Greuther Fürth und Paderborn haben.

Natürlich kann man den Fans den Vorwurf machen mit Ihrer Scheiß DSF Aktion dem Verein zu schaden. Aber ist das "Welch Brot ich ess, des Lied ich sing" jetzt der neue St.Pauli Weg?

Ich bin der ziemlich festen Überzeugung, dass ein "Wir müssen es so machen wie die anderen, und wir machen es auch so" den Verein mittelfristig ruiniert. Weil sich dann nämlich kaum noch eine Sau für ihn interessiert.
Dem gibt es eigentlich nichts hinzuzufügen :gut:
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Cromwell
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Beitrag von Cromwell » 14.03.2008 11:51

Sowohl Snief als auch Justus Pauli haben den Nagel auf den berühmten Kopf getroffen.

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