Autos, Blechlawinen, Lärm & Abgase in Hamburg 2

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Sutje
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Re: Autos, Blechlawinen, Lärm & Abgase in Hamburg 2

Beitrag von Sutje » 14.06.2019 10:39

Triple Nix hat geschrieben:
13.06.2019 01:02
Apropo MTB, fahr ich seit Jahren. Ich hab den Hype um Rennrad noch nicht so richtig verstanden, bin aber auch alt.
Und ich habe den Hype um die MTBs in HH nicht verstanden.
Wo sind denn hier die Berge, die das entsprechende Mehrgewicht rechtfertigen?! ;-D
@REst: s. Tylers Beitrag


Jaja, durch die Kopfsteinpflaster(-einfahrten) und die schlechten Wege könnte es wieder passen.
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Tyler
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Re: Autos, Blechlawinen, Lärm & Abgase in Hamburg 2

Beitrag von Tyler » 14.06.2019 12:28

Ich fahr seit über 20 Jahren MTB in HH. Pluspunkte:

- Robust (leider nötig)
- Federung (leider nötig)
- Klein und wendig (26er Rahmen)

Für die tägliche Kurz- und Mittelstrecke und Allwetter in der Großstadt perfekt.

Natürlich ist man mit einem Rennrad o.ä. auf lange Sicht schneller, aber wo in der Stadt kann man schon durchgängig über 30 fahren? Nicht nur die ganzen Ampeln bremsen einen aus, auch die vielen Hindernisse.
Aus Protest AfD zu wählen, weil die Politik nicht gefällt, ist, wie in der Kneipe aus dem Klo zu trinken, weil das Bier nicht schmeckt.

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Re: Autos, Blechlawinen, Lärm & Abgase in Hamburg 2

Beitrag von Schnarup Thumby » 14.06.2019 19:34

Kacke, kacke, kacke! :cry:
Radfahrer stirbt nach Unfall mit Lkw

[...] Ein 52 Jahre alter Mann wurde auf seinem Fahrrad im Stadtteil St. Georg von dem Lkw erfasst und lebensgefährlich verletzt. Er wurde nach Reanimationsmaßnahmen in ein Krankenhaus gebracht und erlag dort am Abend den Verletzungen. [...]
https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/ ... 13458.html
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Steife Brise
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Re: Autos, Blechlawinen, Lärm & Abgase in Hamburg 2

Beitrag von Steife Brise » 14.06.2019 20:56

Tyler hat geschrieben:
13.06.2019 11:05
Mego hat geschrieben:
13.06.2019 00:47

Habe aber auch ein Mountainbike :lach:
Klar, man kann es auch sportlich sehen :D

Nur auch ein MTB nützt nix, wenn's extrem schmal wird, Busfahrgäste den Weg kreuzen oder (falls kein Schutzblech) riesige Pfützen gefurtet werden müssen...

Ja ja...... Diese blöden Busfahrgäste..... Nehmen die doch beim Aussteigen einfach keine Rücksicht auf die Radfahrer.

Tyler
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Re: Autos, Blechlawinen, Lärm & Abgase in Hamburg 2

Beitrag von Tyler » 14.06.2019 21:05

Steife Brise hat geschrieben:
14.06.2019 20:56
Ja ja...... Diese blöden Busfahrgäste..... Nehmen die doch beim Aussteigen einfach keine Rücksicht auf die Radfahrer.
Habe ich nicht geschrieben und auch nicht gemeint. Halt mal lieber die Finger still. Danke.
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Re: Autos, Blechlawinen, Lärm & Abgase in Hamburg 2

Beitrag von Steife Brise » 14.06.2019 21:14

Tyler hat geschrieben:
14.06.2019 21:05
Steife Brise hat geschrieben:
14.06.2019 20:56
Ja ja...... Diese blöden Busfahrgäste..... Nehmen die doch beim Aussteigen einfach keine Rücksicht auf die Radfahrer.
Habe ich nicht geschrieben und auch nicht gemeint. Halt mal lieber die Finger still. Danke.

Nur daß ein MTB nicht hilft. Hast Recht. Sorry

Sutje
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Re: Autos, Blechlawinen, Lärm & Abgase in Hamburg 2

Beitrag von Sutje » 14.06.2019 22:30

Tyler hat geschrieben:
14.06.2019 12:28
Ich fahr seit über 20 Jahren MTB in HH. Pluspunkte:

- Robust (leider nötig)
- Federung (leider nötig)
- Klein und wendig (26er Rahmen)

Für die tägliche Kurz- und Mittelstrecke und Allwetter in der Großstadt perfekt.

Natürlich ist man mit einem Rennrad o.ä. auf lange Sicht schneller, aber wo in der Stadt kann man schon durchgängig über 30 fahren? Nicht nur die ganzen Ampeln bremsen einen aus, auch die vielen Hindernisse.
Bin ich auch lange gefahren (26er Hardtail mit Federgabel), bis sie es mir gezockt haben.
Und ja, es hat Vorteile (insbesondere die 26er kommen an der Ampel schneller in Gang), aber auf ner regelmäßigen Mittel- bis Langestrecke möchte ich meinen Cyclocrosser mit wesentlich geringerem Gewicht und Schutzblechen (hier regnets einfach sehr oft) nicht missen...
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Re: Autos, Blechlawinen, Lärm & Abgase in Hamburg 2

Beitrag von Triple Nix » 15.06.2019 00:18

Sutje hat geschrieben:
14.06.2019 10:39
Triple Nix hat geschrieben:
13.06.2019 01:02
Apropo MTB, fahr ich seit Jahren. Ich hab den Hype um Rennrad noch nicht so richtig verstanden, bin aber auch alt.
Und ich habe den Hype um die MTBs in HH nicht verstanden.
Wo sind denn hier die Berge, die das entsprechende Mehrgewicht rechtfertigen?! ;-D
@REst: s. Tylers Beitrag


Jaja, durch die Kopfsteinpflaster(-einfahrten) und die schlechten Wege könnte es wieder passen.
also Mehrgewicht von 2-3 kg ist nicht viel, ich fahre auch nicht 40-60km am Tag. Aber Gewicht ist eh nicht entscheidend ich würde eher den Rollwiderstand beachten, aber der ist mir egal, der hält mich fit. Bin mit MTB genauso schnell wie mit dem Rennrad (ja hab ich auch wg. Training). Der Unterschied ist dass ich an jeder Kreuzung gefühlt vlt 15s schneller bin mit dem Rennrad, dafür aber in brenzlichen Situationen schlechte da stehe durch Sitzposition, Wendigkeit, Bremsen und Tempo. Mit dem MTB sehe ich die Vorteile, dass ich zu jeder Jahreszeit unterwegs es nutzen kann. Strassenschäden sind kein Problem wie mit Rennrad und ich kann immer einen "grünen" Umweg nehmen ohne technische Probleme.

Und es ist kein Hype ums MTB, die sind eher out. Ein MTB ist kein Rad nur für Berge auch wenn es der Name so meint...ein Rennrad ist nicht nur für Rennen. Obwohl ich es eher so einstufen würde. Gruß

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Re: Autos, Blechlawinen, Lärm & Abgase in Hamburg 2

Beitrag von Orsen » 15.06.2019 14:19

Tyler hat geschrieben:
14.06.2019 12:28
Ich fahr seit über 20 Jahren MTB in HH. Pluspunkte:

- Klein und wendig (26er Rahmen)
...
*klugscheiß* Deine Felgen sind 26er, dein Rahmen dürfte ein 44er sein. ;)
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Tyler
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Re: Autos, Blechlawinen, Lärm & Abgase in Hamburg 2

Beitrag von Tyler » 15.06.2019 16:41

Sutje, klar für Mittel- (sagen wir ab 6 km) und Langstrecke und wenn man nicht dauernd bremsen muss oder nicht zu schnell fahren darf, weil da plötzlich Hindernisse auftauchen können, ist sowas natürlich besser. Schutzbleche sind absolut notwendig, wenn man nicht den ganzen Pfützenschmodder abbekommen will (kann man natürlich auch an ein MTB anbringen).

Dass ein MTB etwas kleiner und damit wendiger ist (im Innenstradtgewusel hilfreich) ist das eine, zudem findet man auch zum Beispiel in U.Bahnen, Bussen oder im Fahrradkeller besser Platz.

Ist halt immer die Frage, wofür man ein Rad braucht, wo man fährt, wann man fährt, welche Entfernungen usw. Ob ein Rad "in" oder "out" ist, sollte nun wirklich scheißegal sein.
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Re: Autos, Blechlawinen, Lärm & Abgase in Hamburg 2

Beitrag von Tyler » 19.06.2019 19:06

So viel Platz benötigen unterschiedliche Verkehrsteilnehmer in der Stadt:

Fußgänger: 0,95 qm

Abgestelltes Fahrrad: 1,2 qm
Parkendes Auto: 13,5 qm

Fahrrad bei einer Geschwindigkeit von 30 km/h inkl. Sicherheitsabstand: 41 qm
Auto bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h inkl. Sicherheitsabstand: 140 qm

(Quelle: Die ZEIT)

Dazu sei von mir angemerkt, dass im Stadtverkehr die wenigsten Radfahrer mit 30 km/h unterwegs sind (eher 20-25 km/h) und die wenigsten Autos exakt 50 km/h fahren (eher 60-70 km/h). Entsprechend größer wird der Unterschied in Sachen Flächenbedarf.
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Re: Autos, Blechlawinen, Lärm & Abgase in Hamburg 2

Beitrag von Schnarup Thumby » 20.06.2019 08:35

Wenn schon die Unterschrift des Bildes im Manager Magazin verkehrt ist... Und der ADAC ist ja nun wirklich dafür bekannt, sich im Nahverkehr im Detail sehr gut auszukennen (siehe letzter Absatz des Artikels)... Wer spricht im Übrigen von "Umstieg"? Und: Um ein Auto zu nutzen (also vom Umstieg von Bahn und Bus auf Auto) muss ich erstmal eins besitzen...

Unabhängig davon ist natürlich die Frage, sind die Preise angemessen, decken sie die Kosten, wer zahlt die Differenzen, ist die Leistung zu teuer? So einfach ist es dann eben doch nicht...
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Re: Autos, Blechlawinen, Lärm & Abgase in Hamburg 2

Beitrag von Crazy Squirrel » 20.06.2019 14:07

Unabhängig davon ist natürlich die Frage, sind die Preise angemessen, decken sie die Kosten, wer zahlt die Differenzen, ist die Leistung zu teuer? So einfach ist es dann eben doch nicht...
Da fehlt dann aber noch die Gegenrechnung, was zum Beispiel die Aufrechterhaltung, der Infrastruktur für den Pkw/ Lkw- Verkehr angeht! Wie lange würde ein Straßenbelag halten, wenn pro Tag nur 1.000 statt 10.000 Fahrzeuge drüberrollt? Wieviele Straßen müssten nicht vierspurig ausgebaut werden oder könnten zurückgebaut werden? Vieviele Flächen, die jetzt für Parkplätze vorgehalten werden könnten in sozialen Wohnungsbau oder in Grünflächen umgewandelt werden? Um wieviel würde sich der Schadstoffaustoss verringern und somit zu weniger Atemwegserkrankungen führen und um wieviele Millionen würde das die Krankenkassen entlasten?

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Re: Autos, Blechlawinen, Lärm & Abgase in Hamburg 2

Beitrag von Tyler » 20.06.2019 14:53

In diesem Zusammenhang kommt der Autofahrer an sich ja gleich mit dem Totschlagargument: "Ich zahle Kfz-Steuern, Fahrradfahrer nicht!". Der Staat nimmt davon rund 9 Milliarden Euro jährlich ein, allerdings gibt er auch rund 12 Milliarden für den Straßenverkehr aus. Die indirekten Folgekosten des motorisierten Autoverkehrs sind da noch gar nicht drin.
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